Schraube locker

Schraube locker…

Geschafft! Zum ersten Mal hatte ich es gewagt ein Regalbrett fachfraulich in meiner Küche zu befestigen. Voller Respekt und entschlossen dirigierte ich die Bohrmaschine in Richtung Wand, bohrte die entsprechende Tiefe, steckte einen Dübel und die passende Schraube rein. – Fertig war mein erstes Do-it-yourself-Bohrwerk.

12 Stunden später. Kurz vor Mitternacht passierte es dann. Ich lag im Bett und hatte gerade das Licht gelöscht. Plötzlich riss mich ein lauter krachender Schlag aus dem Dämmerschlaf. Erschrocken und vorsichtig schlich ich aus dem Schlafzimmer, traute mich kaum das Licht anzuschalten – irgendwie auf der Hut vor eventuellen Einbrechern. Denn verständlicherweise rechnete ich nicht wirklich mit dem, was meine Augen dann sahen.

Mein ganzer Selfmade-Stolz lag kreuz und quer am Boden: zerbrochene Windlichter, zerstreuter Sand, kaputte Glasvasen, ein Brett und ...  eine Schraube, die aus der Fassung geraten war.

Ich hätte es wissen müssen! Schon beim Anbringen, als die Schraube nicht so eindeutig griff, war ich skeptisch. Aber ...! Kein Aber. Es ist passiert. Langsam und unbemerkt hatte sich die Schraube gelöst. Schmunzelnd räumte ich die Scherben weg und legte mich wieder schlafen.

Dieses kleine Missgeschick hinterließ Fragen ganz anderer Art bei mir. Fragen, die nichts mit Werkzeugen, Nägeln oder Schrauben zu tun haben, sondern: Was oder wer hält mich? Und zwar nicht nur 12 Stunden lang, sondern wenn möglich ein ganzes Leben? Wer verliert unter meinem Lebensgewicht nicht die Haftung? Wer hält das Leichte und Schwere in mir aus? Woran mache ich mein Leben fest? In den Entscheidungen, die zu treffen sind; in Beziehungen, die meinen Alltag ausmachen oder mitten im Risiko, das ich fahre? Was passiert, wenn ich aus der Fassung gerate? Langsam und unbemerkt? Oder womöglich sogar abstürze?

In Psalm 145, 14 spricht der Liederdichter David eine Entdeckung aus, die ihn begeistert hat: „Der Herr hält alle, die da fallen.“ Mitten im Fall fängt Gott Menschen, die sich an ihm festgemacht haben, auf. Seine Hände halten rechtzeitig und „richten wieder auf“. Er gibt einen Mehr-als-zwölf-Stunden-wirkenden-Halt. Egal, wie lose wir uns heute bei Gott fühlen: Er hält uns – selbst mitten im Fall. Und wir können uns immer wieder neu trauen, uns bei ihm „festzuschrauben“.

Übrigens, ich habe es seit diesem Crash immer wieder gewagt, Löcher zu bohren und Schrauben anzubringen, denn aus Erfahrung wird man bekanntlich klug!

Petra Müller, Leitende Referentin im WGV

 

Wir sind für euch da - Nicolai Hamilton

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Wir sind für euch da - Petra Müller

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